Im Verlaufe einer Bearbeitung von verschiedenen Objekten ergeben sich mitunter Problemstellungen, die zu klären und zu bereinigen sind.
Dabei spielen die Auffassungen aller Beteiligten über die Umsetzung und die Auswertung einer Restaurierung eine mehr oder weniger beeinflussende Rolle.

Referenzen

Letztendlich kann eine Restaurierung immer nur ein Versuch sein, sich dem ehemals originalen Schöpfungsprozess weitestgehend anzunähern.
Grundlage einer solchen Maßnahme jedoch sollte immer sein, die Achtung vor den Leistungen unserer Altvorderen zu bewahren, sich dem Objekt unterzuordnen und einen möglichst schadensfreien Fortbestand zu ermöglichen.

 

Restaurierungen und Stuckarbeiten

Sanierungsarbeiten in Schneeberg beendet

Sanierungsarbeiten in Schneeberg werden fortgesetzt

…die Sterne strahlen wieder…

In den letzten Tagen erfolgte die Fertigstellung der Hauptdecke der ehemaligen Freimaurerloge „Archimedes zum Sächsischen Bunde“ in Schneeberg.
Die Restaurierung der Stuckdecke des Meistersaals wurde vor einigen Wochen fertiggestellt und wartete nun auf die Gestaltung mittels der befundeten Fassungen. Vorerst wurde die Hauptdecke ausgeführt – der südliche Sternenhimmel strahlt wieder!

Die Fassungsgebung der Seitendecken und der kleinteiligen Ornamente erfolgt in den nächsten Wochen. Dabei bildet der raumumfassende Fries mit einer fortlaufenden Kette den Höhepunkt der Arbeiten.

Deckenrestaurierung / Sanierung im Logenhaus Schneeberg vorerst abgeschlossen

Die Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten im Deckenbereich der ehemaligen Freimaurerloge „Archimedes zum Sächsischen Bunde“, Schneeberg sind vorerst abgeschlossen und wartet auf seine Fassungsgebung. Diese soll ab September als Rekonstruktion erfolgen und die alte Farbenpracht des Meistersaals wiederbeleben.
Mit großem materiellen und finanziellen Aufwand wurden statische und konstruktive Probleme,die die Decke im Meistersaal schwer geschädigt hatten, durch die Zimmererfirma Albert & Haussner beseitigt.

Arbeitsstand in Freimaurerloge Schneeberg

Diese Fotos repräsentieren den aktuellen Stand der Arbeiten (März 2013) in der ehemaligen Freimaurerloge „Archimedes zum Sächsischen Bunde“ in Schneeberg.

Den Verlauf der Arbeiten bis zu diesem Zeitpunkt können Sie im folgenden Abschnitt nachverfolgen.

Fortschritt in der Freimaurerloge – Schneeberg

Die Restaurierungsarbeiten im Meisterraum der Freimaurerloge „Archimedes zum Sächsischen Bunde“ werden seit Ende Mai diesen Jahres fortgesetzt.

In Zusammenarbeit mit dem Stuckateurmeister / Künstler Mario Reinhold aus Zwickau werden die Decken- und Wandflächen, die Gesimse und Ornamente restauriert und wieder instand gesetzt.

Freimaurerloge Schneeberg

Vor einigen Wochen begannen die Rekonstruktions- und Restaurierungsarbeiten in der ehemaligen Freimaurerloge „Archimedes zum Sächsischen Bunde“ in Schneeberg. Die einstmals so imposante Gestaltung der Räumlichkeiten brachte bei den Untersuchungen Schäden zum Vorschein, die bis dato in diesem Ausmass nicht vermutet wurden. Da hier nicht nur die konstruktive Putz- und Stuckarbeit, sondern auch die Fassung wieder hergestellt werden soll, werden sich die Arbeiten über einen längeren Zeitraum erstrecken.

Schulkinder 1939

Dieses Pärchen wurde 1939 an der damaligen Grundschule Vielau aufgestellt und ist vermutlich ein Werk des Bildhauers Alfred Mühle. A. Mühle war der Begründer der Steinmetz- und Steinbildhauerwerkstatt Wutzler in Zwickau.

Anläßlich der Rekonstruktions- und Modernisierungsarbeiten an der jetzigen Grund- und Europäischen Allgemeinschule Reinsdorf-Vielau soll nun diese Figurengruppe 2012 wieder im Schulbereich aufgestellt werden. Sobald die Vorarbeiten abgeschlossen sind, wird die Gruppe voraussichtlich im Schulhof auf einem Podest aufgestellt und noch farbig gefasst.

 

Für die tatkräftige Unterstützung bei den Transportarbeiten und so manche Hilfestellung während der Restaurierungsarbeiten bedanke ich mich herzlichst bei den Kollegen des Bauhofes - Reinsdorf

Restaurierung einer Froschplastik

Der Froschbrunnen ist vielen Vielauern noch in reger Erinnerung; viele Jugendliche der vergangenen Jahrzehnte haben einmal aus Jux auf dem Froschkönig gesessen.
Der Froschbrunnen wird in den nächsten Wochen rekonstruiert und wieder in Gang gesetzt. Dafür war eine Restaurierung des Froschkönigs erforderlich, die nunmehr fast abgeschlossen ist. Nach Neuaufbau der Brunnenanlage und der Rekonstruktion des Wasserspiels soll die Froschplastik wieder an ihren alten, angestammten Platz gebracht und durch eine Farbgebung gestaltet werden.

Treppenaufgang der Reinsdorfer Schule

Für die Neugestaltung der Aufgangsanlage zur Schule in Reinsdorf - Vielau wurde ein Treppenaufgang konzipiert, welcher auf zwei Postamenten jeweils eine Kugel erhalten soll. Da aber eine der beiden Granitkugeln abhanden kam, machte sich eine Neuanfertigung durch einen Betonguss erforderlich.

Die historische Originalkugel wird voraussichtlich auf das Gelände des Herrenhauses – Vielau verbracht.

Ein Objekt im Harz

Im Auftrag einer privaten Auftraggeberschaft wurde in den letzten Tagen ein Objekt fertiggestellt, welches in seiner Komplexität auch neue Herausforderungen mit sich brachte.

Die Komplettgestaltung eines Raumes mit Stuck, Malerei und Inventar ist nicht immer alltäglich – aber immer eine schöne Herausforderung an das Können und die Kreativität.
So wurde u.a. eine begehbare Kleiderkammer in altem Stil in ein großes Schlafzimmer eingebaut, der zudem noch mit Malerei und mit leicht bäuerlichem Touch versehen werden sollte.

Treppenhaussanierung abgeschlossen

Die Sockelschablonierung ist fertiggestellt und hat als Trennstrich zwischen Sockelfarbe und oberer Wandfarbe den Begleitstrich erhalten.
Im Zusammenspiel zwischen den beiden neu erstellten Schablonierungen und der Wandflächenfarbigkeit stellt sich nunmehr das Treppenhaus im Verbund mit der restaurierten Holztreppe als eine gelungene Rekonstruktionsarbeit dar.

Zwischenerfolg bei Treppenhaussanierung

Nicht nur dass im Frühjahr 2011 die Treppenanlage des Gebäudes Rynok 5 unter Leitung von Tischlerrestaurator C. Junghans (GIZ – Experte) saniert wurde, es konnte mittlerweile auch die Rekonstruktion der Ausgestaltung fortschreiten.
So erfolgte unter Anleitung von U. Thümmler (GIZ – Experte) die Befunduntersuchung und Befundsicherung sowie die Rekonstruktion der Ornamentik durch ortsansässige Restauratoren.

Infolge der fleißigen Arbeit von Restaurator Volodimir Oleshchuk und Viktor Pirdhinyj konnte noch vor dem 24. Dezember der Ausbau des Gerüstes erfolgen.
Nun zeigt der Treppenhauskopf wieder seine alte Schönheit. Die nachfolgende Schablonierung entlang der neu anzulegenden Sockelgestaltung wird in den nächsten Tagen fortgeführt.

Ausbildungseinsatz in Lviv wird fortgeführt

Bei weiteren Schulungsmaßnahmen in der Ukraine wurden erneut Objekte als Seminarobjekte durchgeführt, die unter Anleitung von U. Thümmler den Seminarteilnehmern den Umgang mit Denkmalsubstanz, die Herangehensweise bei den Sondierungen und Befunduntersuchungen der jeweiligen Objekte und die Durchführung von Restaurierungen vermittelte.

Als eine für die Stadt Lviv beispielhafte Restaurierung einer Treppenhausgestaltung, die Vorbild für weitere Restaurierungen und Renovierungen der mitunter in alten Zeiten hervorragend gestalteten Treppenhäuser sein soll, wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung, Denkmalamt, der GIZ und ortsansässigen Baufirmen ein Treppenhaus am Marktplatz (Rynok) in Angriff genommen.

Ausbildungseinsatz in Lviv (UA), Lemberg

Die Ausbildung im Auftrag der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz) als Kurzzeitexperte war eine schöne und anspruchsvolle Aufgabe in diesem Jahr.
Die Menschen sind wunderbar, hoch interessiert und motiviert, fleißig und engagiert. Da machte das Arbeiten richtig Spaß.

Die Ausbildungen fanden in theoretischen und praktischen Seminaren statt.
Dabei war das Hauptaugenmerk auf die Ausbildung am Bau gerichtet. Restaurierungen unter Baustellenbedingungen, die mitunter in Lviv eine etwas andere Herangehensweise erfordern, als man das so in Deutschland gewohnt ist, war mitunter auch mit Stress verbunden. Wenn um die 12 Leute angeleitet werden wollen, ist das schon mitunter eine Herausforderung.

Dennoch: die Ergebnisse der Seminarteilnehmer können sich sehen lassen und so manche Arbeit hätte durchaus auch in Deutschland Bestand. Alles in allem eine schöne Aufgabe, die ich mit Freude versehen habe und die mir auch persönlich viel gebracht hat. Denn gewisse Eigenheiten und Eigenschaften der dortigen Arbeiter fehlen mir doch manchmal hier in Deutschland...

Goldschmidstraße - Leipzig

Eine Zusammenarbeit von mehreren Stuckateuren und Restauratoren an einem Objekt ist immer eine erfreuliche Sache und letztendlich auch dem Denkmal dienend. Wenn sich dann eine geschäftliche Zusammenarbeit ergibt, die anhält, ist dies um so erfreulicher.
Die von Stuckateurmeister D. Weinhold (Markkleeberg) erteilten Arbeitsaufträge sind auch für einen Altmeister eine Herausforderung. So stellt die Restaurierung einer Portalkartusche auch für ihn eine anspruchsvolle Arbeit dar.

Im Laufe der Zeiten ist infolge der Witterungseinflüsse so manches Detail verloren gegangen und auch anhand der alten Akten leider nicht mehr verifizierbar. Hier bleibt nur eine Analogiefassung anhand der vorgefundenen Fragmente.

Eine ganz besondere Herausforderung ist die Rekonstruktion einer Friesgestaltung, die anhand eines einzelnen, nur teilweise erhalten gebliebenen Befundes neu hergestellt wird. Zwingend bei derartigen Arbeiten ist eine beständige Detailabstimmung mit der zuständigen Denkmalbehörde.

Neuerstellung von Wandprofilen im Hörgeschädigtenzentrum Breitenbrunn

Neuherstellung von Ickselprofilen in einem Festsaal während der Verputzarbeiten, sowie Neuherstellung und Ergänzungen von Wandprofilgliederungen

Fassadenrekonstruktion am Herrenhaus Ermlitz (Kultur Gut Ermlitz)

Neuherstellung nach historischer Vorlage der Fassadenzier in Kalkmörtel als Antragarbeit

Muschelwerk mit Loorbeerzweigen über dem Fenster des 1. OG / Mittelrisalitt

Loorbeerlaubranke mit Blumenbukett in den zurückgesetzten Putzspiegeln des 1. OG / Mittelrisalitt

Rekonstruktion von Giebelplastiken, Floßplatz 26, Leipzig

Rekonstruktion von Giebelplastiken in floraler und figuraler Kombination in Kalk-Zement-Mörtel als freie Antragarbeit.

Die Putti waren in einem bedauernswerten Zustand – nach der Rekonstruktion lächeln sie wieder aus einer Höhe von 18 Metern auf das Gedränge Leipzigs herab...

Rekonstruktion barocken Wandstucks im Schloss Gotha

Als neuerlicher Auftrag war eine Rekonstruktion barocken Wandstucks in der Kapelle Friedrich I. im Schloss Friedenstein, Gotha vorgesehen.

Die Kapelle hatte infolge früherer Umbauarbeiten eine Tür erhalten, welche nunmehr infolge der Sanierung und Restaurierung der Schlossanlage sowie einer überarbeiteten Konzeption für die Ausstellungspräsentationen zugemauert wurde.

Auf diese Fläche sollte ein Pendant einer noch vorhandenen Wandnischenfüllung angebracht werden, welches als Antragstuck konzipiert und geplant war und mit einem modifizierten Kalkmörtel ausgeführt wurde.

Auch der fehlende Sockel mit einem oberen Abschlussprofil, welches beidseitig in die vorhandene Sockelgestaltung einbindet, wurde mit Kalkmörtel in Zugarbeit hergestellt.

Nun wartet die fertige Rekonstruktion auf die Fassung mit Leimfarbe.

Deckenrestaurierung in Halle

Gegenüberstellung vom vorgefundenem und restauriertem Bestand – keiner konnte so richtig glauben, dass die Decke wieder einmal in alter Schönheit erstrahlen wird.

In einem erbärmlichen Zustand stellte sich die Decke zu Restaurierungsbeginn dar; gekennzeichnet von Verlusten, Verstümmelungen, Abbrüchen und gedankenlosem Umgang mit Denkmalsubstanz...

und so sieht sie nach Fertigstellung wieder aus.
Gefestigt, saniert, mit größtmöglicher Erhaltung der Originalsubstanz und unter Einbeziehung des retuschierten Bestandes neu gefasst.

Nach Freilegung und Reinigung und Retusche zeigte dieses Deckenfeld eine bezaubernde Fassung.

Stuckdeckenrestaurierung mit Fassung

(Merseburger Straße 42/44, Halle/Saale)

Die Stuckdecke entstand um 1871 und wurde als eine Art Zeltdach konzipiert.
Zu der konstruktiven Anlage dieser Decke wurde zusätzlich durch die Fassung der Eindruck eines Zeltes verstärkt.

Infolge der neuen Nutzung sollte die Decke restauriert und instandgesetzt werden.

Der Stuck und die Fassungen wurden gereinigt und ergänzt.

Villa Freitag, Lauter

Die Stuckdecke aus dem Jahre 1906 (Jugendstil) wurde nach Abbruch einer Unterhangdecke mit den Schäden vorgefunden.

Durch Duplizierung der auf der anderen Deckenhälfte befindlichen Ornamentik und als Neuantrag der kleinen Blüten und Blattstiele wurde die Deckenfläche wieder in ihrem Erscheinungsbild rekonstruiert.

ehem. Amtsgericht Wildenfels, heute Betreutes Wohnen

Das am ehemaligen Amtsgericht Wildenfels vorhandene Königlich-Sächsische Wappen besteht aus einem Gips-Kalk-Guss der zur damaligen Zeit in Zwickau ansässigen Bildhauer- und Stuckateurfirma Wesche & Ramcke.

Die Schäden resultieren vorrangig aus den konstruktiven Verhältnissen des Unterbaues und den Witterungseinflüssen der vergangenen 100 Jahre.

Die Ergänzungen wurden nach statischer Sicherung und Festigung des Wappens mit einem manuell angemischtem Kalkmörtel vorgenommen und mit einem im Korn abgestuften Feinkalkmörtel überarbeitet.

Restaurierung Klassizistischer Stuckaturen im Zscheppliner Schloss

In Auswertung der Reinigungsarbeiten durch die Restauratorin für Malerei musste festgestellt werden, dass eine Nassreinigung bei Klassizistischem Stuck, der zumeist immer ein Versatzstuck aus vorgefertigten Teilen ist, eine ungünstige Variante darstellt.
Der Ansetzmörtel, der i. A. ein gesumpfter Gipsmörtel ist, wird infolge der Nassdampfbehandlung durchfeuchtet; damit besteht die Gefahr, dass sich vereinzelte Ornamentteile ablösen, weil ein gesumpfter Gispmörtel nicht die Festigkeit eines geschlagen oder gerührten Gipsmörtels besitzt.

Bei Fassungsschichten aus Leimfarben ist eine trockene Reinigung und Freilegung einer Nassreinigung vorzuziehen. Dabei sind sinnvoller Weise die speziell geformten Stuckeisen zu verwenden, denn wenn ein entsprechend geformtes Stuckeisen für die Anfertigung der Ornamentteile verwendet wurde, kann es auch zum Reinigen eingesetzt werden und die heute noch gebräuchlichen Stuck- und Modelliereisen haben sich im Laufe der Jahrhunderte kaum in ihrer Formgebung verändert.

Selbstverständlich sollte bei einer Trockenreinigung immer versucht werden, sich vorsichtig auf die einzelnen Fassungsschichten hinzuarbeiten. Vielfach wurden hier schon Fassungen zerstört, weil sie nicht als Fassung erkannt wurden.

Das stehende Akanthusblatt, welches in den Raumachsen am Gesimsfries eingearbeitet wurde, ist auf einer Grundplatte angefertigt; diese wurde dann in den Fries eingesetzt und unterteilt in den Raumachsen den Akanthusfries in eine rechts- und eine linksläufige Akanthusreihung.

Restaurierung einer historischen Kalkstuckdecke in Halle

Die historischen Kalkstuckdecken aus der Zeit von 1720 im Objekt "Kleine Ulrichstraße 36 - Halle/Saale" waren in einem äußerst desolaten Zustand.

Nach einer eingehenden Befund- untersuchung, der Erstellung der erforderlichen Dokumentationen und der jeweiligen, auf die Deckenflächen und die geplanten Raumnutzungen abgestimmte Restaurierungskonzeption, wurden die betreffenden Deckenflächen konsolidiert, Stuckteile gesichert und nach der Rekonstruktion der Lehmweller-Decken wieder an ihren ursprünglichen Stellen eingesetzt und in der Ornamentik ergänzt.
Dabei wurde anhand der vorgenommenen vorherigen Untersuchungen der Kalkmörtel nachgestellt.

Die Reinigung der an den Deckenflächen verbliebenen Stuckaturen wurde erst nach der Konsolidierung, Hinterspritzung und Neuverklebung trocken vorgenommen.
Damit war es zugleich möglich, einen "Belastungstest" durchzuführen; sozusagen eine Probe, ob denn die wieder neu eingesetzten Teile auch an der Decke halten.

Befunduntersuchungen sind immer unheimlich spannend und bringen viel Interessantes zutage. Und ob es nun ein sogenannter Treppenschnitt auf Fassungsuntersuchung ist, oder generell eine Befundung auf erbauungszeitliche Farbgebungen und bauliche Veränderungen in den letzten Jahrhunderten und Jahrzehnten - immer werden durch die Befunduntersuchungen Zusammenhänge deutlich, die anhand des verwendeten Materials, der angewandten Technik oder der Art der Ausführung Datierungen zulassen.

Hier sind es "nur" 6 Überfassungen der ursprünglichen Deckenfläche; im Objekt wurde an den Stuckdecken Beschichtungsaufbauten festgestellt, die bis zu 16 Farbfassungen übereinander trugen.

Die Deckenflächen waren teilweise fast bis zu 60 % in ihrer Ornamentik verlustig und wurden in ihrem materialtechnischen Gesamtaufbau restauriert. Bereits während der Befunduntersuchungen wurden entsprechende Studien der Ornamentik vorgenommen und Detailzeichnungen angefertigt, die es bei den abschließenden Restaurierungsarbeiten ermöglichten, partielle Rekonstruktionen vornehmen zu können.

Markt 15, Halle

Hochinteressant sind aber auch Funde, die geschichtliche Zeitzeugen darstellen und auf eine, heute als humorvoll angesehene Art, das Zusammenleben der Menschen vor Jahrhunderten darstellen.

Im Objekt "Markt 15 - Halle" befinden sich im ersten Obergeschoss an der Trennwand zum Gebäude "Markt 16" im unteren Wanddrittel Wandmalereien aus den Jahren um 1530, die in Grau, Blau und Schwarz gehalten sind.

Und es mag sehr wohl möglich sein, dass ein Brotdieb in den nachfolgenden Hungerjahren des Bauernkrieges auf frischer Tat gestellt und gar fürchterlich traktiert worden ist...

Infolge dessen, dass sich in diesem Raum eine der schönsten Renaissance-Decken von Halle befindet ("5-Sinne-Decke") und diese mit den Wandmalereien von 1530, die zudem in ihrem Bestand sehr gestört sind, kein einheitliches Raumkonzept ergaben, wurden die Wandmalereien gesichert, abgedeckt und mit einem Kalkmörtel wieder überzogen.

Im gleichen Objekt befindet sich im Dachgeschoss eine schöne Quadraturarbeit, die aus einfach geschnittenen Kalkstuckprofilen um 1570 hergestellt wurde. Die Deckenfläche wurde gedrittelt und mittels Unterzügen optisch unterteilt.
Infolge der Auswechslung von Deckenbalken mussten die Stuckteile in diesem Bereich abgenommen und nach Einsatz der neuen Balken und deren Beschichtung mit Strohhäcksel-Lehm wieder an ihren alten Ort versetzt werden.

Das Bild zeigt die Verklebearbeiten, welche bis zum endgültigen Abbinden des Klebematerials mittels Schrauben gesichert wurden.
Im Anschluss daran wurden die Ergänzungsarbeiten an den Profilen, der Deckenfläche und im Icksel-Bereich mit Kalkmörtel vorgenommen.

Markt15, Halle Markt15, Halle

 

 

 

 

Markt15, Halle

Kittungen und Anböschungen mit Kalkmörtel

"Großes Tonnengewölbe im Haus der Kathedrale", Schlossstraße 24 - Dresden

Das Gewölbe war infolge der Hochwasserereignisse 2002 in den Fugen der Natursteinvermauerung und in einer Bemalung aus den Jahren um 1567 geschädigt.

Großes Tonnengewölbe

Restaurierung von Bauplastiken in Zwickau

"Große Biergasse", Zwickau

Eine immer wieder interessante und dankbare Aufgabe ist es, Bauplastiken zu restaurieren, die zumeist in der Öffentlichkeit sehr bekannt sind und wesentlich das Aussehen eines Gebäudes prägen.

Während der Gesamtinstandsetzung des Gebäudes wurde auch die Bauplastik aus Steinputz restauriert. Diese war im Laufe der Zeit durch Witterungseinflüsse stark geschädigt gewesen. Materialabsprengungen mit freiliegender Stahlbewehrung waren zu verzeichnen.
Nach Teilabnahmen und Sicherung wurde die Stahlbewehrung konserviert und erforderliche Ergänzungen im Bestand vorgenommen.

"Dr. Friedrichs-Ring 6, Zwickau"

Die Bauplastiken am Objekt (Kommunaler Kindergarten) wurden in den Jahren 1924-1926 aus reinem Zementputz vor Ort angetragen.
Die für die damalige Zeit mitunter vorzufindende falsche Materialwahl, die zudem auch noch aus fachlicher Sicht ungenügend angewandt wurde, war die Hauptursache für die Schadensbildung. Der äußerst harte Oberputz wurde auf einem zu weichen Unterputz ausgeführt und konnte die Witterungsbelastungen nicht mehr aushalten.
Schollenbildungen und Materialverluste waren infolge der Witterungseinflüsse die Folge.

Die Plastiken wurden in ihrem Bestand konsolidiert, Hohlräume mit einer Mörtelsuspension hinterspritzt, abgenommene Teile neu verklebt und im Bestand ergänzt materialgerecht ergänzt.

Bauplastik

 

 

 

 

 

Bauplastik

Altarreinigung und -Konservierung

Reinigung und Konservierung des Altars (Mitarbeit bei Frau Ute Melath, Zwickau)

Der Altar aus dem Jahre 1768 wurde nach Errichtung der Evangelisch-Lutherischen Dorfkirche, die durch die Siebenbürgischen Sachsen 1906 erbaut wurde, anläßlich der Kirchenweihe aus einer anderen Kirche umgesetzt und hier eingebaut.
Bereits damals erfolgte eine Renovierung (linksseitig am Altartisch dokumentiert).

Die Kirche war Jahrzehntelang nicht genutzt und die mangelnde Pflege war dem aus Holz geschaffenen Altar nicht zuträglich.
Ziel war es, den Altar zu sichern, zu reinigen und zu konservieren.
Da diese Arbeiten nur im Zeitraum eines "Exkursionsurlaubs" stattfinden konnten, waren die Möglichkeiten begrenzt. Dennoch ist es gelungen, den Bestand zu sichern und einen Ausstattungsgegenstand der Kirche, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Erbauungsjubiläum feiert, zu bewahren.

Anfertigung eines Familienwappens

Das beauftragte Familienwappen wurde bereits mehrfach angefertigt; eines dieser Wappen befindet sich in den Wohnräumen der Familie, ein anderes wurde in einem extra entworfenem Stuckrahmen, welcher an der Wand befestigt wurde, eingesetzt.
Sämtliche Wappen wurden frei Hand auf der Grundlage der grafischen Vorlage angetragen und plastisch ausmodelliert.

Das Wappen im Außenbereich wurde erstmalig nach Herstellung des Modellstücks abgeformt und in einer Keramikmasse, die sandsteinartig eingefärbt wurde, hergestellt. Damit sollen die thermischen Spannungen durch die exponierte Lage des Wappens minimiert werden. Die Fassung in Rot- und Grüntönen wurde durch die ausgeführte Blattvergoldung akzentuiert.

Fassadenrestaurierung Max-Pechstein-Straße, Zwickau

Eine der schönsten Jugendstil-Stuckfassaden befindet sich in der Zwickauer Max-Pechstein-Straße.
Am oberen Mittelziergiebel befinden sich rechts und links je zwei Löwenköpfe, die wie der gesamte Fassadenputz mit seiner Ornamentik im Laufe der Zeit sehr geschädigt wurde.
Durch Hinterspritzungen, Festigungen und den erforderlichen Ergänzungen mit einem nachgestellten Mörtel konnte die Schönheit der Fassade gerettet werden.
(hier : Arbeitsstand während des Antragens von Grundmörtel)

Reichenbach, Weststraße

Immer wieder beeindruckend ist es, wenn die genaue Arbeit zu solch einem Ergebnis führt.

Die als vor-Ort-Zug in Mörtel ausgeführten Zugarbeiten mit Schablone und das anschließende "Einstoßen" der Ecken und Verkröpfungen bringen in ihrem Lichtspiel die Profilierungen erst richtig zur Wirkung.

Wichtig bei solchen Arbeiten ist von planerischer Seite aus eine geeignete Schutzmaßnahme (Verblechung), um Gesimse vor Verschmutzung und Zerstörung zu bewahren.
Leider viel zu oft sieht man an Fassaden, daß Gesimse nicht abgeblecht werden. Schmutzfahnen infolge des über die Gesimse ablaufenden Regenwassers sind die Folge.
Und dies meist nur deshalb weil das Geld für die Verblechung "gespart" werden soll - eine eigenartige Rechnung... Verlangt dies doch eine kontinuierliche Pflege (Reinigung und Neuanstriche) in kurzen Zeitabständen - eine Verblechung wäre hierbei eindeutig preiswerter!

Bergstraße 7, Halle

Dieses Objekt aus Halle mit seiner wunderschönen Gliederung wurde im Zuge der Generalsanierung auch in seiner Fassade vollkommen neu hergestellt.
Dafür dienten alte Fotos und Unterlagen als Anhaltspunkte.
Daß auch heute noch der Gips seine Einsatzfähigkeit im Fassadenbereich tagtäglich beweist - nicht nur diese Fassade ist ein Beleg dafür.

Sie besteht vom Traufgesims bis zur Sockeloberkante in ihren Gliederungselementen aus vorgefertigen oder am Ort hergestellten Gipselementen.
Auch hier war Verblechung und eine genaueste Grundbehandlung der Elemente eine durchzuführende Pflichtmaßnahme!

Kirchberg/Sa. Kirche am Obermarkt

Betongüsse nach vorhergegangenem Ton- oder Gipsmodell werden bereits seit ca. 1860 im Fassadenbereich eingesetzt.

Eine dankbare Aufgabe ist es, wenn im Zuge von Rekonstruktionen und Instandsetzungen solche Arbeiten anstehen.
Anhand eines in Bruchstücken erhalten gebliebenen Originalteils wird ein Modell angefertigt, in Beton gegossen und am ehemaligen Befestigungsort wieder angebracht.

Fassadenrekonstruktion in Chemnitz

Dieses Objekt in Chemnitz war fast schon verfallen, Gesimse waren nur noch zu erahnen und die Ziergiebel waren überhaupt nicht mehr vorhanden.
Ornamentik und Ziergiebel wurden als Zeichnung zur Bestätigung an den Architekten eingereicht und nach Bestätigung wurde die Ornamentik als Zementguss neu angefertigt und die Ziergiebel neu aufgemauert und mit in Beton hergestellten Gesimsen sowie verschiedenen Putzstrukturen gestaltet.

Restauration einer Schwarzenberger Villa

Diese Villa in Schwarzenberg wurde sowohl im Innenbereich als auch in der Fassade restauriert.
Auch hierbei kamen alte Technologien zum Einsatz.

Von der traditionellen Antragarbeit, hier mit Steinersatzmörtel die Ornamentik, bis zu Gussteilen (Balustrade, Kartuschwerke über den Fenstern, Zierumrahmung-Ovalfenster) wurden fast alle Techniken angewandt.

Die Gestaltung nach Kundenwunsch, die immer einher geht mit einer vorhergehenden Entwurfsabstimmung mit dem Auftraggeber, ist in besonderem Maße bei Neuanfertigungen eine interessante Aufgabenstellung.
Ob es sich um besondere Kapitellformen handelt, um gebogene Stuckprofile die mit Schablone hergestellt werden oder um durchbrochenen Stuck - die Zufriedenheit des Auftraggebers ist eine dankbare Aufgabe.

Konservierung eines Altars in Pruden

Anläßlich eines geplanten großen Pfingstfestes der Siebenbürgischen Sachsen in Pruden (Ro), erfolgte einige Tage vor dem Festgottesdienst am Pfingstsonntag eine erneute Konservierung des Altars und ein nochmaliges Behandeln mit Leinöl sowie vereinzelter, kleinerer Retuschen im Fassungsbestand, die bei der letzten Überholung nicht durchgeführt werden konnten.
Und da die Reise nach Rumänien aus dienstlichen Gründen sowieso eingeplant gewesen war, konnten die kleinen Maßnahmen rechtzeitig vor Beginn der Feierlichkeiten ausgeführt werden.

Leider mußte jedoch auch festgestellt werden, dass der Holzwurmbefall fortgeschritten ist und in der nächsten Zeit unbedingt behandelt werden sollte.

Stuckarbeiten in privater Zwickauer Villa

durchbrochener Stuck in einem Swimmingpool